Kieferchirurgie bei Medikamenten-assoziierter Kiefernekrose (MRONJ)
Die Medikamenten-assoziierte Kiefernekrose (MRONJ) ist eine seltene, aber ernstzunehmende Erkrankung des Kieferknochens. Sie kann bei Patienten auftreten, die bestimmte Medikamente zur Behandlung von Osteoporose oder Krebserkrankungen erhalten. Dank moderner Diagnostik und individueller Therapiekonzepte lassen sich Beschwerden heute gezielt behandeln und die Lebensqualität der Betroffenen verbessern.
Was ist eine MRONJ?
Eine Medikamenten-assoziierte Kiefernekrose entsteht, wenn sich Bereiche des Kieferknochens nicht mehr ausreichend regenerieren und freiliegender Knochen über einen längeren Zeitraum bestehen bleibt. Häufig betroffen sind Patienten, die Bisphosphonate oder andere knochenwirksame Medikamente erhalten.
Typische Beschwerden können sein:
- Schmerzen im Kieferbereich
- Schwellungen und Entzündungen
- Freiliegender Kieferknochen
- Wundheilungsstörungen nach Zahnextraktionen
- Lockerung von Zähnen
Früherkennung und Diagnostik
Eine frühzeitige Diagnose ist entscheidend für den Behandlungserfolg. Neben der klinischen Untersuchung kommen moderne bildgebende Verfahren wie digitale Röntgendiagnostik oder die Digitale Volumentomographie (DVT) zum Einsatz. Dadurch können Ausdehnung und Schweregrad der Erkrankung präzise beurteilt werden.
Individuelle chirurgische Behandlung
Die Therapie richtet sich nach dem Stadium der Erkrankung und den individuellen Beschwerden des Patienten. Ziel der Behandlung ist es, entzündetes oder abgestorbenes Gewebe zu entfernen, Beschwerden zu lindern und die Heilung zu fördern.
Zu den möglichen Maßnahmen gehören:
- Entfernung nekrotischer Knochenanteile
- Reinigung entzündeter Bereiche
- Rekonstruktion von Weichgewebe
- Unterstützung der Wundheilung durch moderne chirurgische Verfahren
Dabei steht stets ein möglichst schonendes Vorgehen im Vordergrund.
Interdisziplinäre Betreuung
Die Behandlung einer MRONJ erfolgt häufig in enger Zusammenarbeit mit Hausärzten, Onkologen, Osteologen und Zahnärzten. So kann die Therapie optimal auf die zugrunde liegende Erkrankung und die medikamentöse Behandlung abgestimmt werden.
Für Ihre Kiefergesundheit
Eine Medikamenten-assoziierte Kiefernekrose erfordert eine frühzeitige und spezialisierte Betreuung. Durch moderne Diagnostik, individuelle Therapiekonzepte und erfahrene kieferchirurgische Behandlung können Beschwerden reduziert und die Voraussetzungen für eine stabile Mundgesundheit geschaffen werden.




